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Bier von A bis Z 

Bier fasziniert die Welt. Alphabetisch geordnet finden Sie hier alle wichtigen Begriffe rund um das Bier. Den Beitrag über Bier haben wir für Sie selbstverständlich vorangestellt:

Das Bier ist ein alkoholisches Getränk, das durch Gärung aus Getreide und anderen stärkehaltigen Körnerfrüchten gewonnen wird.

Zumeist wird Bier aus zu Malz verarbeiteter Gerste hergestellt und mit Hopfen gewürzt. In Deutschland hergestellte Biere unterliegen dem Reinheitsgebot von 1516. Es darf ausschließlich aus Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser gebraut werden.

Mehr über Bier und Brauprozess

Da dies nun geklärt ist, geht es weiter nach dem Alphabet:

Altbier

Die Heimat des obergärig hergestellten dunklen bis bernsteinfarbigen hopfenbetonten Bieres liegt am Niederrhein um Düsseldorf. Der Name "Alt" bezieht sich auf das traditionelle Brauverfahren, das noch nicht die Möglichkeit hatte, die nötige Kälte durch Maschinen zu erzeugen. Der Stammwürzegehalt liegt bei ca. 11,5 %.

Berliner Weiße

Durch ein spezielles Gärverfahren mit obergäriger Hefe und Milchsäurebakterien erhält das aus Gersten- und Weizenmalz hergestellte Bier seinen typischen feinen säuerlichen Geschmack. Die Berliner Weiße wird meist mit einem Schuss Waldmeister- oder Himbeersirup getrunken. Der geringe Alkoholgehalt von ca. 2,8 % vol. ist durch den Stammwürzegehalt von 7-8 % bedingt.

Dunkles Lagerbier

Unter Verwendung von dunklem Malz und untergäriger Hefe wird dieses vollmundige, malzaromatische Bier mit leichter Hopfennote hergestellt. Dieses Bier mit ca. 11% Stammwürzegehalt und etwa 4,8% vol. Alkohol hat seinen Ursprung in Bayern.

Gärung

Bei der Gärung wandelt die Hefe den Malzzucker in Alkohol, Kohlensäure und Wärme um.

Gerste

Gerste ist der Hauptrohstoff unseres Bieres. Vor dem Brauen wird die Gerste in einer Mälzerei zu Malz umgewandelt.

Hefe

Im Reinheitsgebot von 1516 ist die Hefe nicht erwähnt, obwohl sie und ihre Wirkung bekannt war. Ihre Zugabe war so selbstverständlich, dass eine ausdrückliche Erwähnung nicht nötig schien. Der Franzose Louis Pasteur und der Däne Emil Christian Hansen erforschten im 19. Jahrhundert mit wissenschaftlichen Methoden die Hefe. Hefe ist der ökonomischste Grundstoff des Bieres, denn er vermehrt sich während des Brauens selbst, kann nach der Gärung "geerntet", gereinigt und anschließend wieder verwendet werden.

Helles Lagerbier

Die Hauptvertreter der hellen Lagerbiere sind Export und Helles. Auch das Helle Lagerbier hat einen malzaromatischen, leicht süßlichen Charakter. Der Stammwürzegehalt dieser untergärigen Biersorte liegt zwischen 11% und 14%. Alkoholgehalte zwischen 4,6% vol und 5,6% vol. resultieren daraus.

Hopfen

Der Hopfen ist die "Seele des Bieres". Er verleiht ihm seinen herb-aromatischen Geschmack, sorgt für seine Haltbarkeit und die Stabilität des Schaumes. Hopfen ist seit alters her als Heilpflanze bekannt. Seine Harze und Öle haben eine beruhigende Wirkung auf den Menschen. Das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt ist die Hallertau in Bayern.

Jungbier

Die Würze nach der Hauptgärung wird Jungbier genannt. In der Privatbrauerei Härke reift dieses Jungbier acht Wochen, danach wird es filtriert und abgefüllt.

Kölsch

Der Name sagt es, dieses helle, hopfenbetonte obergärige Bier hat seine Heimat in Köln. Die Kölner Bierspezialität mit ca. 11,3% Stammwürzegehalt und ca. 4,8% vol. Alkohol ist durch die Kölsch-Konvention, der 24 Brauereien angehören, geschützt und darf nur in und um Köln gebraut werden.

Leichtbier

Die Leichtbiere unterscheiden sich durch 40% weniger Alkohol bzw. Brennwert von den Vollbieren. Der Stammwürzegehalt liegt zwischen 7-11%. Daraus ergibt sich ein Alkoholgehalt, der bei 2-3% vol. liegt. Bei Bieren mit Stammwürzegehalt über 11% wird der Anteil des Alkohols während der Gärung niedrig gehalten oder nach der Gärung um mindestens 40% reduziert.

Malz

Das Malz gibt dem Bier nicht nur seine Geschmacksfülle und die Farbe. Der aus dem Malz entstandene Malzzucker macht eine Gärung überhaupt erst möglich. Malz ist Getreide (Gerste, Weizen, Roggen oder auch Dinkel), dessen Körner in der Mälzerei durch die Zugabe von Wasser auf natürliche Weise zuerst zum Keimen gebracht und anschließend wieder getrocknet (gedarrt) werden. Helles Malz wird bei etwa 80 Grad gedarrt, dunkles Malz benötigt etwa 100 Grad heiße Luft. Das so für den Brauprozess verwendbare Malz enthält vor allem Kohlehydrate, Vitamine und Enzyme.

Obergärige Biersorten

Alt, Berliner Weiße, Kölsch, Weizenbier/Weißbier.

Pils

Untergärig, hell, hopfenbetont und feinsahniger Schaum. Es wurde 1842 vom Bayrischen Braumeister Josef Groll in Pilsen erstmals gebraut. Heute ist das Pils mit einem Marktanteil von ca. 68% das meistgetrunkene Bier in Deutschland. Der Stammwürzegehalt liegt zwischen 10% und 12%. Der Alkoholgehalt liegt bei ca. 4,8% vol.

Schwarzbier

Eine regionale Spezialität aus dem thüringisch-sächsischen Raum. Das sehr dunkle untergärige Bier mit Stammwürzegehalten über 11%, ca 4,8 bis 5% vol. Alkohol, besitzt einen sehr vollmundigen Geschmack, wobei sich der "typische" Schwarzbiergeschmack schwer definieren lässt. Es ist "Malzbitter".

Stammwürze

Ist der Anteil der aus dem Malz gelösten Stoffe in der unvergorenen Würze. Das sind vor allem Malzzucker, Eiweiß, Vitamine und Aromastoffe. Bei der Gärung wird mit Hilfe der Hefe daraus etwa ein Drittel Alkohol, ein Drittel Kohlensäure und ein Drittel Wärme. Je nach Vergärungsgrad bleibt ein Restextrakt im Bier.

Starkbier

Biere mit einem Stammwürzegehalt über 16% werden als Bockbier, über 18% als Doppelbock bezeichnet. Dieser hohe Stammwürzegehalt bringt einen vollmundigen Geschmack und Alkoholgehalte von ca. 7% mit sich. Die Starkbiere sind in vielfältiger Art vertreten, so z.B. helle oder dunkle untergärige Bock- oder Doppelbock-Biere. Im Bayrischen Raum sind auch Weizenbock oder Weizendoppelbock weit verbreitet. Der Ursprung der Starkbiere mit den hohen Nährwerten geht auf Fastenzeiten zurück, in denen sie den Mönchen als zusätzliche (flüssige) Nahrung dienten.

Untergärige Biersorten

Helles und dunkles Lagerbier, Pils, Schwarzbier.

Wasser

Wasser ist von der Menge her gesehen der wichtigste Rohstoff beim Brauen. Sein Anteil im Bier beträgt über 90 %. Zum Brauen wird besonders hochwertiges Wasser verwendet, das die Privatbrauerei Härke aus eigenen Tiefbrunnen fördert.

Weizenbier, Weißbier

50% Weizenmalz müssen für das obergärige Bier eingesetzt werden. Hergestellt wird es mit Stammwürzegehalten zwischen 11% und 14%. Die Farbe des Bieres reicht von heller bis dunkler Färbung. Das spritzige Bier mit seinem fruchtigen und würzigen Geschmack wird als unfiltriertes "Hefeweizen" oder filtriertes "Kristallweizen" angeboten.

Würze

Im Brauwasser lösen sich beim Maischen die für das Brauen notwendigen Bestandteile des Malzes und es entsteht die Würze. Diese Flüssigkeit wird im Läuterbottich von den festen Bestandteilen getrennt und zur Sudpfanne gepumpt. Beim Kochen wird ihr dann der Hopfen zugegeben.

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